Outdoor-Workout Folge 4: Stand Up Paddling (SUP)

Der Sommer steht vor der Tür und was liegt da näher, als eine Erfrischung im kühlen Nass. Für Sportbegeisterte kommt an diesen langen Strandtagen allerdings die körperliche Betätigung zu kurz. Natürlich könnte man schwimmen gehen oder den Strand entlang joggen, jedoch ist dies vielen Hobby-Athleten eine Spur zu monoton. Genau zum richtigen Zeitpunkt wird da eine etwas speziellere Wassersportart auch in Deutschland populär – Stand Up Paddling oder in abgekürzter Fassung auch als SUP bekannt.

Die Geschichte

Schon in seiner Ursprungszeit vor mehr als 3000 Jahren nutzten Fischer vor der afrikanischen Küste den heutigen Sport aus rein praktischen Gründen als Fortbewegungsmöglichkeit. Sie hofften in ihren flachen Kanus einen besseren Überblick über ihre anvisierte Beute gewinnen zu können. Später nutzen Fischersleute vor Tahiti die heutige Trendsportart erstmals, um in bequemer Art und Weise über das Wasser zu surfen und zügig voran zu kommen.
In der Neuzeit erfolgte dann wiederum eine Rückkehr zur Praktikabilität. Surflehrer, die hauptsächlich in Hawaii ansässig waren, nutzen den hohen Stand auf ihren Brettern dazu, ihre Schüler besser beobachten zu können, während sie ihnen Trainingsstunden gaben. Langsam aber beständig erfreute sich der Balanceakt auf dem Brett also einer immer größer werdenden Beliebtheit und Anhängerzahl - der Trendsport Stand Up Paddling war geboren.

Technik und Disziplinen

Beim Stand Up Paddling steht der Sportler aufrecht auf dem Surfbrett und bewegt sich mit Hilfe eines Stechpaddels fort, welches in der Regel abwechselnd links und rechts neben dem Brett in das Wasser gestochen wird. Der immer populärer werdende Trendsport unterteilt sich hauptsächlich in zwei unterschiedliche Disziplinen:

  • Beim Distance Stand Up Paddling legen die Athleten lange Entfernungen zurück und begeben sich dafür meist auf Seen oder an weite Meeresküsten. Primäreres Ziel ist dabei die Überbrückung langer Wegstrecken.
  • Im Gegensatz dazu, geht es beim Stand Up Paddling Surfing um das Reiten auf möglichst großen Wellen und der damit verbundenen schnellen Fortbewegung. Die Schwierigkeit hierbei besteht darin, die Balance zu halten und auf dem Brett stehen zu bleiben.

Ausrüstung

Seit dem anfänglichen flachen Kanu vor 3000 Jahren hat sich das Sportgerät erheblich verändert. Mittlerweile werden speziell für das Stand Up Paddling Bretter produziert, die für gewöhnlich eine Länge von 1,80 bis 4 Metern aufweisen und aus Polyethylen und einer Außenschicht aus Kunststoff bestehen. Letztere verleiht dem Brett eine raue, gummierte Oberfläche, die den sicheren Stand der Sportler verstärkt. Zusätzlich wird die Verwendung eines Sicherungsbandes, dem sogenannten Boardleash, empfohlen, das den Verlust des Brettes ausschließt.

SUP-Standorte

Wenn auch du nun Interesse am Stand Up Paddling gewinnen konntest, gibt es auch in Deutschland Möglichkeiten, dich selber einmal an dem Gleichgewichtskampf auf dem Brett zu versuchen. Unter www.supzones.com findest du  zahlreiche SUP-Standorte und viele nützliche Informationen zu Wellenhöhen, Infrastruktur und Charakteristika des Gewässers.

Wir vom Uncle Sam-Team wünschen dir viele spannende, sportliche Erlebnisse und einen ausgeprägten Durchhaltewillen im Kampf gegen das kühle Nass!

 

 

Outdoor-Workout Folge 3: Longboarding

Viele, gerade ältere Bewohner des Stadtbezirks Hohenstaufen staunten wahrscheinlich nicht schlecht, als eine Veranstaltung mit dem Namen „Staufen-Downhill“ im zweiten Jahr ihres Bestehens mehr als 1000 Zuschauer an eine 1,5 Kilometer lange Strecke lockte. Die Zuschauerschaft, die sogar die Einwohnerzahl des Orts übertraf und mit ihrer Präsenz am Rand der Straße das Flair eines gut besuchten Marathons vermittelte, bestaunte die offizielle deutsche Longboard-Meisterschaft.

Die Geschichte des Longboards - woher kommt die Faszination?

Outdoor-Workout mit dem Longboard

Die Idee des langen Gefährts entstand in den Sechziger Jahren, als Surfer unter ihre großen Bretter Rollen anbrachten, um auch auf der Straße ihre Boards nutzen zu können. Gegensätzlich zu der weit verbreiteten Annahme, in der das besonders in den Neunziger Jahren beliebte Skateboard als Vorreiter gilt, war also tatsächlich das Longboard die Ursprungsform seines deutlich kürzeren Gegenübers.

Mittlerweile sind die Bretter ungefähr 90-150 Zentimeter lang und zeichnen sich besonders durch ihre breiten Räder sowie erweiterten Achsenabstand aus, die vielseitige Einsatzmöglichkeiten auf diversen Untergründen ermöglichen.

Auch die große Altersspanne der Benutzer von Longboards ist besonders. Ältere Semester sind oftmals begeistert von der geringen Komplexität des Fortbewegungsmittels und des schnell eintretenden Fahrspaßes, wohingegen bei der jungen Generation das Interesse zusätzlich durch bekannte YouTuber wie Simon Unge oder Julien Bam geweckt wurde, die das Brett in nahezu jedem Video als Begleiter unter ihren Füßen wissen.

Spätestens seit dem Jahr 2015 sind viele Innenstädte der Republik kaum noch ohne das Longboard vorstellbar und die Sportart wandert immer weiter in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung.

Unterschiedliche Fahrtechniken

Der  Großteil der Longboard-Besitzer nutzt ihr Brett zum simplen, gemütlichen Herumfahren, auch Cruisen genannt. Besonders für Anfänger ist dies der perfekte Weg, um sich an das Fortbewegungsmittel zu gewöhnen oder es besser kennenzulernen.

Wer allerdings auf der Suche nach dem Adrenalinkick ist, findet jedoch mit dem Longboard ebenfalls sein Glück. Bei der Disziplin Downhill, also dem schnellen Herabfahren von Hügeln oder Bergen, werden Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreicht, was wohl selbst dem erprobtesten Verfechter des Extremsports aus der Reserve locken dürfte.

Im Gegensatz zum Skateboarding ist es mit dem längeren Board jedoch schwerer Tricks einzuüben, was zum größten Teil am schwereren Gewicht des Longboards liegt. Die Sparte Freestyle ist daher in Kreisen der Longboard-Fahrer eher schwach vertreten.

Egal für welchen Fahrstil ihr euch am Ende entscheidet - das Longboard bietet zahlreiche Möglichkeiten und vor allem eine Menge Spaß.

Wir vom Uncle Sam-Team wünschen dabei immer eine gute Fahrt!

 

 

Outdoor-Workout Folge 2: Calisthenics

Calisthenics bei der PASSION 2016Besuchern von Sport-und Fitness-Messen wir der FIBO in Köln oder der PASSION in Bremen dürfte der Begriff „Calisthenics“ wohl bereits ein Begriff sein, denn wo auch immer die durchtrainierten Sportlerinnen und Sportler ihre Workouts zeigen, sind beeindruckte Zuschauer nicht weit. Dies zeigt auch das YouTube-Video vom King of the Bar 2015 Calisthenics Battle auf der FIBO 2015.

Was ist Calisthenics?

Calisthenics ist ein Street-Workout, bei dem vor allem an Sportgeräten wie Barren, Klimmzugstangen, Monkeybars oder Sprossenwänden trainiert wird. Neben Geräteübungen wie Human Flag, Muscle Ups, Pull Overs, Dips und Leg Raises sind aber auch Übungen am Boden wie beispielsweise Press Ups oder Crunches ein Bestandteil des immer beliebteren Outdoor-Workouts.

Durch das Training mit dem eigenen Gewicht kann die allgemeine Fitness verbessert und der Muskelaufbau gesteigert werden. Durch die zum Teil recht komplexen Übungen wird zudem die Körperkontrolle und Stabilität sowie die inter- und intramuskuläre Koordination gefördert.

Wo finde ich Calisthenics-Parks?

Leider sind spezielle Street-Workout-Parks in Deutschland noch rar gesät. Gerade in der Nähe der französischen oder auch niederländischen Grenze gibt es aber viele Möglichkeiten.

Hier findet ihr eine Übersicht von Parks in Deutschland und Österreich.

Manche Universitäten wie z. B. die Technische Universität Kaiserslautern, die Leuphana Universität in Lüneburg oder die Universität Erfurt besitzen inzwischen Outdoor-Gyms für das Krafttraining. Alternativ sind aber auch gut ausgestattete Spielplätze oder Parcours-Parks für ein derartiges Workout geeignet.

Gibt es Calisthenics-Teams, denen ich mich anschließen kann?

Calisthenics Workout bei der PASSION 2016Die Liste der Teams in Deutschland ist inzwischen recht lang. So gibt es u. a. die Beast Brothers in Schöppingen (bei Münster), das Baristi Workout in Offenburg, die Barhunters in Zwickau oder das Hood Training in Bremen. Weitere Teams in ganz Deutschland findet ihr hier.

Wir von Uncle Sam hoffen, dass auch ihr jetzt Lust bekommen habt, dieses Workout der anderen Art auszuprobieren.

Falls ihr schon Erfahrungen mit Calisthenics habt, freuen wir uns natürlich jederzeit über eure Berichte z. B. auf unserer Facebook-Seite.

 

 

Outdoor-Workout Folge 1: Freeletics

Hurra, der Frühling ist da! Ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr, denn endlich kann wieder im Freien trainiert werden.

Mit coolen Fitness-Apps spart ihr euch teure Gebühren fürs Fitnessstudio und habt dennoch einen (digitalen) Coach an eurer Seite. Besonders angesagt ist derzeit Freeletics. Ob indoor oder outdoor – dieser Fitnesstrend bringt euch überall zum Schwitzen!

Was ist Freeletics?

Fitness-App FreeleticsDie Freeletics-App gibt euch die Möglichkeit aus drei verschiedenen Kategorien eure favorisierte Trainingsart wählen: Workouts, Exercises und Running stehen zur Verfügung. Zusammen mit euren Zielen und ein paar Daten über euch, ergibt sich ein speziell auf euch abgestimmter Trainingsplan. Somit ist die App auch für Anfänger geeignet.

Die intensiven Workouts tragen vielversprechende Namen wie „Aphrodite“, „Prometheus“, „Poseidon“, „Nyx“ oder „Zeus“, die Exercises locken mit Burpees, Squats, Pushups und Lunges. Und die Übungen sind genauso anstrengend, wie sie klingen. Zudem können sie überall und ohne Geräte mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt werden. Mehr als ein Smartphone und bestenfalls eine Fitness-Matte als Unterlage sind nicht nötig.

Wer sich durch Konkurrenz noch ein wenig mehr motivieren lassen will, kann seine Trainingsergebnisse mit der Freeletics-Community teilen und sich mit den anderen Sportlern messen.

Freeletics verspricht „die beste Form deines Lebens“ und wer sich an den Trainingsplan und die Video-Anleitungen hält, kommt seiner Traumfigur und einem Sixpack schnell näher.

Also schnappt euch eure Trainingsoutfits samt Smartphone und sucht euch den nächsten Spielplatz oder Park für ein effektives Freiluft-Workout! Freunde nicht vergessen – dann macht es noch mehr Spaß!

Das Uncle Sam-Team wünscht viel Erfolg und Motivation!